Orte und Räume

Im Gegensatz zu einem gemalten Bild kann man bei einem dreidimensionalen Trickfilm die Tiefe des Raumes z.B. dazu nutzen, die Beziehungen der Stellvertreterfiguren untereinander räumlich verdeutlichen. Die Figuren können wie in einer Familienaufstellung angeordnet werden.

Es bleibt nicht bei einem statischen Bild. Die Figuren können sich aufeinander zu bewegen, voneinander abwenden. Man kann Figuren umstellen, neu stellen und unterschiedliche Konstellationen ausprobieren. Man kann mit Nähe und Distanz arbeiten.

Durch die Gestaltung von unterschiedlichen Sets können Stellvertreterfiguren die Orte und den Kontext wechseln und so ihre Geschichte visualisieren und erzählen.

Auch für Wünsche und Ideen bieten sich Trickfilmproduktionen an. Durch die Gestaltung von Phantasieorten und Zukunftsräumen bekommen Träume und Ideen eine erste feste Gestalt.

 

„Besser als Schlafen“

Bei einem Projekt mit Jugendlichen aus Syrien und Afghanistan spielten Räume und Orte ein große Rolle. Das selbstgewählte Thema war die Flucht aus ihren Herkunftsländern und ihr Leben in Deutschland.

Es waren zwei herrliche, intensive Wochen. Lebhaft und lachend und auch still und versunken arbeiteten die Jugendlichen in ihrem Tempo an ihren Themen. Liebevoll wurden Häuser gemalt und eigene Zimmer gestaltet. Der neue Lebensort Ahlen wurde durch fotografierte Häuser zu einer weiteren Kulisse. Am Ende führte ich die Fäden zusammen mit der Frage: „Wer seid ihr in zehn Jahren?“